FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen

1. Worin bestehen noch im Zeitalter digitaler Perfektion die Vorteile einer handgemalten Kopie gegenüber einer fotografischen Reproduktion?

Es ist gerade die Farbgebung eines gemalten Originals, die Nuancen seiner Farben und die Tiefen von Schattierungen, welche die Überlegenheit einer gemalten Kopie – höchste Qualität vorausgesetzt – gegenüber dem Medium Fotografie ausmachen. Und dies aus folgenden Gründen:

1.Die Farben der Alten Meister bestehen aus mineralischen und pflanzlichen Farbstoffen (Pigmenten), die entweder mit pflanzlichen Ölen (Leinöl, Nussöl) oder wässrigen Medien wie Hühnerei gebunden wurden. Die Farben der digitalen Reproduktionstechnik enthalten hingegen ganz andere, viel homogenere, feinere moderne synthetische Pigmente, die einheitlich in einen Binder oder Tintenstrahl eingebunden sind. Die für die Malerei in Öl typische Differenz zwischen deckenden und transparenten, matteren und glasigeren Farbaufträgen im selben Gemälde kann die Fotografie nicht erfassen. Zudem besitzen die Pigmente und Binder der Originalfarben ein je nach Beleuchtung wechselndes Licht- und Farbspiel, während die Fotografie – höchstens – nur einen einzigen Beleuchtungszustand aufnehmen kann. Eine Rolle spielt zudem die spezifische Körnung der Pigmente handgemahlener Farben, die eine sehr eigene irisierende Streuung des Lichts bewirken.

2. Die Fotografie kann den mehrschichtigen komplexen Farbaufbau von Gemälden Alter Meister nicht erfassen, sondern nur einen oberflächlichen Eindruck einer begrenzten Belichtungs- bzw. Beleuchtungssituation liefern. Die Gemäldekopie hingegen vermag diesen Farbaufbau Schicht um Schicht von meist einfarbiger Untermalung und farbigen Lasuren nachzuvollziehen, so daß sich das Licht durch verschiedene Farbschichten hindurch bricht und Reflex- und Streueffekte eine Wirkung erzeugen, die dem Original nahekommen.

3.Die handgemalte Kopie ist eine Rekonstruktion der Materie dieses farblichen Schichtenwerks auf dem Stand des Wissens und Könnens des Kopisten. Eine vollkommene Identität mit dem Original kann sie nie erreichen, jedoch eine verblüffende Nähe, die ein Original vortäuscht: Authentizität. Sie vermag bis in Nuancen der Farbigkeit hinein wesentliche, gar wesentlichste Seiten eines Originals zu erfassen und ist zugleich ein Spiegel der Sensibilität des Kopisten! Die Kopie bleibt somit die höchste und edelste Form der Reproduktion! Kunstkenner wissen hierin die Aura einer original gemalten Kopie zu schätzen.

2. Weshalb sich Marmor und Dekorationen an die Wand malen anstatt die preiswertere Alternative einer Tapete vorzuziehen oder sich die Wand einfach einfarbig streichen zu lassen?

Wandmalerei bewahrt den Charme handwerklicher Arbeit, vermag ein eigenes Kunstwerk, ein Unikat zu werden, verfügt über einen breiteren Spielraum, sich den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Werden wie in der Malerei der Alten Meister zahlreiche Farbschichten übereinandergelegt, lassen sich Wirkungen von enormer Tiefe aufbauen, die z.B. echten Stein oder  Bildhauerei vortäuschen.

3. Worin liegen die Vorzüge von gemaltem Stein gegenüber Naturstein?

Gemalter Stein kann in einer Weise farblich gestaltet und strukturiert werden, dass er sich in die Umgebung des Raumes bzw. des künstlerischen Konzeptes optimal einpasst. Ahmt die Malerei Naturstein überzeugend nach, liegt die Faszination in der Kunst der Täuschung des Betrachters, Trompe l’oeil genannt. Obwohl an Vorbildern der Natur orientiert, kann gemalter Stein zudem auch fantasievolle Kreationen hervorbringen, die es in der Natur nicht gibt, aber dennoch natürlich wirken können. Zudem können Marmorierungen über fast jedes Material wie Holz, Gips und Metall gemalt werden und behaupten dort ihren ästhetischen Wert.